Left 4 Dead 2

Es ist nun gerade einmal knapp ein Jahr her, als Valve Left 4 Dead auf den Markt brachte. Am 17. November 2009 brachte das Unternehmen den Nachfolger Left 4 Dead 2 heraus.

Eine Demoversion stand den Kunden, die das Sequel über die Distributionsplattform Steam schon vorbestellt hatten, ab dem 27. Oktober 2009 zur Verfügung. Diese Kunden erhielten zudem einen Baseballschläger als Nahkampfwaffe. Eine Demoversion für alle anderen stand zwei Wochen vor dem Erscheinen des Spiels ab dem 3. November zur Verfügung.

Wie auch sein Vorgänger, zeichnet sich dieses Sequel durch seine wunderbare Spielbarkeit und seine schaurigen Settings aus. Zuzuordnen ist Left 4 Dead 2 dem Genre Shooter und geeignet für 1 bis 4 Spieler, bzw. im Onlinemodus für 2 bis 16 Spieler. Freigegeben ist das Game ab 18 Jahren und auf der Microsoft Xbox 360 spielbar. Bekannt wurde inzwischen, dass anders als ursprünglich erwartet, von diesem Game keine Version für die PlayStation 3 erscheinen wird.

Ob Left 4 Dead 2 an den Erfolg von Left 4 Dead anknüpfen kann, das immer noch eines der meist gespielten Onlinegames ist, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Auf jeden Fall enthält das Sequel neue Waffen und auch neue Gegner. Der Schauplatz ist überwiegend der Süden der Vereinigten Staaten. Die Handlung dieses Games ist folgende: Wie auch im ersten Teil ist die Vorgeschichte in diesem Sequel, dass eine bislang unbekannte Krankheit ausgebrochen ist, durch die die Menschen zu Zombies mutiert waren. Left 4 Dead 2 knüpft an die Handlung des ersten Teils an und beginnt eine Woche nach den Ereignissen aus Teil 1. Die vier Überlebenden Coach, Ellis, Nick und Rochelle, versuchen in Left 4 Dead 2 verzweifelt eine Evakuierungsstation zu erreichen. Von dort aus wollen sie sich mit einem Helikoptern aus dem verseuchten Gebiet fliegen lassen. Allerdings verpassen sie die Rettung durch das Militär nur knapp und müssen sich nun aus eigener Kraft aus der Stadt retten. Dabei müssen sie neben den normalen Infizierten auch wieder gegen die besonderen Infizierten aus Teil 1 (Hunter, Smoker, Boomer, Tank und Witch) im Laufe des Spiels auch wieder finden.

Hinzugekommen sind eine Reihe von weiteren Boss-Zombies. Hierunter befindet sich zum Beispiel der Charger. Dieser rennt auf seine Opfer zu, greift sie und schlägt sie wiederholt auf den Boden. Dann gibt es noch den Jockey. Dieser bespringt seine Opfer regelrecht, und zwar indem er ihm auf die Schultern bringt und seine Opfer damit lenkt.

Die Helden von Left 4 Dead 2 haben eigentlich recht gute Chancen durchzukommen, denn an Waffen haben sie in Sequel eine reichhaltigere Auswahl als im ersten Teil. Die Auswahl an Waffen war in Left 4 Dead doch noch recht überschaubar. Eine der Neuerungen sind in Left 4 Dead 2 die verfügbaren Nahkampfwaffen. Außer dem Baseballschläger, der aber nach wie vor nur für Vorbesteller verfügbar ist, wurden auch ein Cricketschläger, eine Bratpfanne, eine Feuerwehraxt und eine Kettensäge (in der deutschen und der australischen Version nicht erhältlich), dafür stehen Kunden aus Deutschland aber exklusiv Waffen aus dem Spiel Counter-Strike: Source zur Verfügung.

Age Of Conan – Hyborian Adventures

Age of Conan - Hyborian Adventures

Als Robert E. Howard, der bereits mit dreißig Jahren verstarb, im frühen zwanzigsten Jahrhundert über den Barbaren Conan und das hyborianische Zeitalter schrieb, konnte er kaum ahnen, wie langlebig seine Arbeit sein wird. Es entstanden Comics, Filme und Videospiele – letztere meistens eher von bescheidener Qualität. Mit dem MMORPG „Age Of Conan – Hyborian Adventures“ will es Funcom nun besser machen und das enorme Potential von Conans Welt auf dem heimischen Rechner entfalten.

Das Spiel kommt ohne Elfen, Orks und ähnliches aus. Denn Hyborien ist ein Kontinent, der sich in einem fiktiven Zeitalter unserer Erde befindet. Die Bewohner sind somit allesamt Menschen und nennen sich Cimmerier – denen auch Conan angehört, Stygier und Aquilonier. Die Wahl der Zugehörigkeit schränkt die Möglichkeiten der Klassenwahl bereits ein. So gibt es die Grundklasse Magier z.B. nur bei den Stygiern, und nur Cimmerier können einen Bärenschamanen spielen. Insgesamt gibt es vier Grundklassen: Soldat, Magier, Schurke und Priester, die jeweils in drei Unterklassen unterteilt sind. Als Soldat kann man die Laufbahn des Wächters, des dunklen Templers und des Eroberers einschlagen, die Magier sind in Nekromanten, Herolde des Xotli und Dämonologen unterteilt, zu den beidhändigen Schurken zählen Barbaren, Waldläufer und Assassine, und die Glaubensrichtung der Priester unterscheidet diese in Bärenschamanen, Mitrapriester und Vollstrecker Sets.

Am Anfang des Spieles, welches man als Galeerensklave beginnt, steht man alleine da. Die Welt wird eingeführt, die Story vorangetrieben. Erst ab Level 20 kann man auf andere Mitspieler treffen. Allerdings sind alle Gebiete und Städte instanziert. Möchte man sich beispielsweise mi einer Gruppe zum Questen oder einem Freund in der Stadt treffen, sollte man daher auch dieselbe Instanz wählen.

Age Of Conan zeigt sich im Gegensatz zu anderen Genrevertretern brutal realistisch, daher auch die Einstufung ab 18. Das Kampfsystem ist actionreich und nichts für Anhänger der Autoshot-AFK-Fraktion. So kann man z.B. die Schlagrichtung bestimmen und zahlreiche Kombos ausführen. Die Quests sind abwechslungsreich und bieten nicht nur simples „Annehmen“ und „Ablehnen“, der eigene Charakter hat jeweils einen passenden Antwortsatz parat. Musik und Sprachausgabe sind stimmig, wenn auch wohl nicht alle Texte vertont werden.

Allgemein macht das Spiel jedoch den Eindruck, als benötige es noch etwas Feinschliff, was bei der Konkurrenz aber nicht anders war und ist. Die Entwickler von Funcom haben jedenfalls schon in den ersten Wochen mehrere Patches für Age Of Conan geliefert und zeigen damit, dass die Wünsche der Spieler ernst genommen und schnell bearbeitet werden.